Ich fand bei facebook.com AviationMex einen Hinweis auf den Flugzeugabsturz in Mexiko am 26 März 1936
Hier ein Portrait von Adolf Igler, der einzige der lebend gefunden wurde und nach kurzer Zeit vor Ort verstarb.
ein (ziges), private (s) Forschungsprojekt ab 2002; Blog 2011- permalink: https://vierprinzen.blogspot.com/
Ich fand bei facebook.com AviationMex einen Hinweis auf den Flugzeugabsturz in Mexiko am 26 März 1936
Hier ein Portrait von Adolf Igler, der einzige der lebend gefunden wurde und nach kurzer Zeit vor Ort verstarb.
Wurde auf dieses Buch aufmerksam, weil es die Vier Prinzen zitiert. Es befasst sich mit der Geschichte eines Gemäldes das Daniel Gonzaga erworben hat und in der Vergangenheit auch der Familie Schaumburg-Lippe gehörte. Ich habe das Buch bestellt und werde über interessante Details hier referieren.
Vorschau https://www.google.es/books/edition/Las_Historias_de_Venus/VpqsEQAAQBAJ?hl=de&gbpv=1
Interessant für mich ist der Hinweis auf Seite 71. Was dort steht ist mir neu. Es heisst: Auch der Jungdeutsche Orden fasste ab 1921 in Bückeburg Fuss und konnte sich der Unterstützung eines fürstlichen Prinzen rühmen, (Fussnote 22) LZ v. 24.4.1925, Anzeige des Jungdeutschen Ordens unter dem Protektorate Sr. Durchlaucht des Prinzen Heinrich zu Schaumburg-Lippe.
Einen Einblick in diese Bewegung gewährt die Bestandsbeschreibung des NLA zum
Mir leuchtet nicht ein, dass der Jungdeutsche Orden in die Reihe der Republikfeinde eingeordnet wird.
Hervorheben möchte ich folgende Sätze:
Als mitgliederstarker Wehrverband strebte der Jungdeutsche Orden den "Wiederaufbau des geliebten Vaterlandes und die sittliche Wiedergeburt des deutschen Volkes" nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg an. Wie bei vielen anderen ehemaligen Frontkämpferverbänden wollte Mahraun dabei die Frontkameradschaft des Krieges zur Überwindung der "Standes- und Klassengegensätze" im zivilen Leben nutzen. Obwohl bündische Elemente in die Vorstellungswelt der Jungdeutschen mit einflossen, handelte es sich gleichwohl um einen generationsübergreifenden Verband.
Auf Provinz- oder Landesebene entstanden Großballeien mit Großkomturen an der Spitze, auf regionaler Ebene Balleien, geführt von Komturen. Ihnen waren auf Kreisebene Bruderschaften, denen Großmeister vorstanden, und auf lokaler Ebene Gefolgschaften - diese auch als Bruderschaften bezeichnet, wenn sie besonders umfangreich waren - untergeordnet. Später gesellten sich auch "Jungdeutsche Schwesternschaften" hinzu. Die Anrede der Mitglieder - so auch in den vorliegenden Quellen - war "Bruder" bzw. "Schwester"; an die Stelle von "Sie" trat "Ihr". Mitgliederversammlungen hießen Kapitel. Wie andere Wehrverbände der Weimarer Zeit trugen die Mitglieder Uniform und organisierten sie Aufmärsche.
Nach der Auflösung des Ordens 1933 ging zwar ein Teil der Mitglieder zum Nationalsozialismus über, ein anderer Teil aber lehnte ihn - damit einem Aufruf Mahrauns folgend - entschieden ab und ging in den Widerstand.
Eine differenziertere Untersuchung wäre wünschenswert.
Zur Erinnerung
Gratuliere Heinrich Prinz von Hannover zu seinem Buch. Eine durchaus anspruchsvolle Darstellung aus dem Leben seiner Vorfahren mit vielen Details zu juristischen und wirtschaftlichen Überlegungen die alles andere als oberflächlich sind. Für einen Wirtschaftshistoriker Pflichtlektüre.
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Hochzeit Dagmar Christoph 7 Mai 1956
Hochzeitsfilm 7 Mai 1956 Schloss Kronberg.. Als Gäste erscheinen unter anderen Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe und Bathildis, Stephan Prinz zu Schaumburg Lippe und Ingeborg Alix geborene Herzogin Oldenburg, Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe und Alexandra, Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe und Feodora von Dänemark
Entdeckte jüngst die 16mm Filmrolle und liess sie digitalisieren.
Es erscheinen im Film unter anderen Peronen:
Mit grossem Interesse habe ich diese Dissertation von Dr. Gerrit Hollatz gelesen.
Viele Parallelen zur Geschichte der Schaumburg-Lipper habe ich festgestellt, aber auch Unterschiede.
Im innerfamiliären Umgang erkenne ich bei den Braunschweigern mehr Geschlossenheit und Rücksichtnahme untereinander. Das mag daran liegen, dass das väterliche Oberhaupt eine schlichtende Funktion ausübte. Er integrierte auch seine Kinder in den Familienbetrieb.
Bei den Schaumburgern kam es häufig zu Intrigen, Denuntiationen und Rechtsstreitigkeiten zwischen den Geschwistern. Eine schlichtende und integrierende Vaterfigur wie die des Fürsten Georg fehlte seit 1911. Der letzte regierende Fürst Adolf starb 1936 kinderlos.
Ansonsten sind viele Vorgehensweisen während der NS Zeit vergleichbar.
Besonders interessant sind die Ausführungen zu den Arisierungen, Entnazifizierungs-, Straf- und Restitutionsverfahren. Arisierungen setzen Affinität zum Nationalsozialismus voraus. Das juristische Handwerk um sich der Verantwortung weitgehend zu entziehen ist auch in diesem Fall wirksam, in Deutschland und Österreich, sowohl bei Briten als auch bei den US Amerikanern.
Tuchfühlung mit Göring.
Produktion von Bauteilen für die Luftfahrt.
Kontakt zu Darre, Agrarbetriebe, Ernährung. Lammers Partei.
Landbeschaffung für Zwecke der Wehrmacht.
Schulungen in Gebäuden die der NSDAP überlassen wurden.
Zwangsarbeitereinsatz.
Spiel mit Staatsangehörigkeiten um der Beschlagnahme Deutschen Vermögens zu entgehen.
Versteckspiel mit Rechtskonstrukten wie Haus und Familienverein. Ablehnung des BGB. Paralleles Normensystem contra legem.
Hofkammerverband als Lobby.
Nachbargrundstücke in Gmunden.
Auffällig sind die Vielzahl an Arisierungen und der rapide Anstieg von Erträgen aus arisierten Unternehmensbeteiligungen zwischen 1938 und 1945.
Seite: 259: weshalb sie (die Familie) diese (politische) Macht unter anderem dazu nutzte, das NS- Regime zu unterstützen, zählt zu den Fragen, die im Rahmen dieser Arbeit nicht erschöpfend behantwortet werden können.
Ich verweise zu dieser Frage auf meine Veröffentlichungen seit 2006 zum Fall Schaumburg-Lippe. Der Zuschlag des Vermögens an ein zuverlässiges Oberhaupt erstickte Kritik am NS-System und garantierte die Unterordnung des Begünstigten und dessen Vermögensstruktur für militärische Ziele. Der Stichtag der Fideikommissauflösung 1.7.1939 ist nicht zufällig. Er ist strategisch bestimmt im Hinblick auf den geplanten Angriffskrieg am 1.9.1939.
Fand 1991 in einer Wohnung in Madrid (Baujahr 1949) im Abstellraum eine Hitlerbüste. Weder eine Wohnung von Freunden noch von Familie.
Was tun damit ?
1991 nahm ich sie mit auf einen Ausflug in die Berge und zertrümmerte sie mit einem Hammer. Not easy. Verdammt hart das Material.
| July 4, 1992 |
Jefferson was a childhood hero of mine, not because of his science, but because he, more than anybody else, was responsible for the spread of democracy throughout the world. And the idea, breath-taking, radical, revolutionary at that time—and some places in the world, it still is today—is that not princes, not priests, not kinds, not big city bosses, not dictators, but the people are to rule. And not only was he a leading theoretician of this cause, he was involved in the most practical way, for the first time, bringing it about in the American experiment that has been copied, amplified, longed for, all over the world since.
Es ist unverständlich dass dieses brilliante Buch in deutschsprachiger Ausgabe nur noch antiquarisch erworben werden kann.
In Spanien stets erhältlich in spanischer Ausgabe.
Stefan Malinowskis Buch Die Hohenzollern und die Nazis ist der bedeutende Meilenstein in der Adelsforschung auf den ich lange gewartet habe. Zugleich war er für mich Anlass für eine längere Unterbrechung dieses blog und weiterer Forschungstätigkeiten. Nach 20 Jahren Forschungsaktivität setzte ich mich auf den Meilenstein als wäre er eine Parkbank um mich auszuruhen.
Man kann sich fragen was dieses Buch mit mir zu tun hat. Die Frage ist leicht zu beantworten: einige Ansätze und Gedanken (insbesondere die Besitzsicherungsstrategien) die ich für eine wirtschaftshistorische weitere Forschung für eminent wichtig erachte, konnte ich bei Herrn Dr. Malinowski "unterbringen". Er hat die Ansätze an einigen Stellen seines Buches in brillianter Weise eingebettet, sprachlich und wissenschaftlich in einer viel gelungeren Art und Weise als es mir gelingen könnte.
Wer das Buch liest wird die Stellen finden.
Der nächste wirtschaftshistorische Wurf aus der Historikerzunft kommt bestimmt und er wird an Malinowski´s Buch nicht vorbeikommen.
Taktische Überlegungen der Kollaborateure