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Samstag, 16. März 2019

Brandenburg: Muggendorf kommt der Wahrheit näher


Das Vermögen von Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe sollte durch "Testamentsvollstrecker" ohne Beteiligung der Erben verkauft werden







Notar Wilhelm Wolter aus Hannover




Dieser Verkauf wird später gestoppt, weil das Reichsforstlamt kaufen möchte.  










Probleme beim Grundbuchamt sollen im "Verhandlungsweg" ,  somit durch Rechtsbruch, gelöst werden. Ist unproblematisch und erwünscht weil der Reichsforstmeister (Preussen) eigene Interessen verfolgt.





"Hofkammer" verhandelt darüber, wie das Grundbuch getürkt werden kann, denn man möchte an den Preussischen Staat verkaufen. Verhandlung mit Grundbuch Wittstock und Finanzamt Kyritz. Hochkarätigst. Wieso, wenn Wolrad seit 1940 Eigentümer aufgrund Bescheinigung sein soll ?


Und wie im Falle des Palais Schaumburg verfolgt der Staat eigene Interessen.
Beim Palais Schaumburg die Wehrmacht und bei Muggendorf das Reichsforstamt. 
Die Rechte der Miterben bleiben auf der Strecke




Donnerstag, 14. März 2019

Papier

Habe diesen blog auf 1344 Seiten chronologisch ediert und die Seiten ausgedruckt.

Niemand weiss wann ein digitaler Auftritt verboten werden kann, verschwindet, untergeht.

Auf 2 Seiten wurden die Dokumente zur Option bei der BVVG gelöscht, hatte ich gar nicht mitbekommen. Werde die Dokumente einfügen die irgendwer, weil unerwünscht, bei google hat löschen lassen.

Viele Unterlagen die ich gefunden, ermittelt habe sind aus Papier. Mir scheint, dass Papier der beste Träger für Information ist. Digitalisieren ist eine feine Sache, aber noch besser ist es, zur Sicherheit einen kompletten Ausdruck auf Papier zu verwahren. Digitalisate sind Hilfsmittel, Papier gebe ich den Vorzug.

Beim Blättern fällt mir auf, dass das Konvolut schön ist.

Ich werde ein Exemplar bei der deutschen Nationalbibliothek hinterlegen, you never know.



Montag, 11. März 2019

Highlight: Blick in die Trickkiste


Veräusserer Fürstliches Haus Schaumburg-Lippe
Anschrift Fürstliche Hofkammer in Bückeburg
Erwerber: Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe
Anschrift Fürstliche Hofkammer in Bückeburg

Rechtsvorgang: Übergang eines aufgelösten Fideikommisses auf den letzten Fideikommissbesitzer-Bescheinigung des Reichsministers der Justiz vom 9.9.1941



Wer war der Reichsminister der Justiz am 9.9.1941 ?

Franz Schlegelberger
Nach Gürtners Tod wurde Schlegelberger für die Jahre 1941 und 1942 kommissarischer RMJ. Schlegelberger war am 23. und 24. April 1941 Leiter der Tagung der höchsten Juristen des NS-Staates, in der diese über die sogenannte Vernichtung "lebensunwerten Lebens" informiert wurden und die Euthanasie-Morde der Aktion T4 eine scheinbare Legalisierung erfuhren. Mit Roland freisler erarbeitete Schlegelberger die am 4. Dezember 1941 in Kraft getretene Polenstrafrechtsverordnung, die die Todesstrafe bei „deutschfeindlicher Gesinnung“ vorsah. In einem Schreiben vom 5. April 1942 schlug er dem Chef der Reichskanzlei Lammers vor, dass Halbjuden sterilisiert werden sollten, was für die Betroffenen entweder  Deportation oder  Sterilisierung bedeutete. 


Schlegelberger in Nürnberg
Im Juristenprozess war Schlegelberger einer der Hauptangeklagten. Er wurde wegen Verschwörung zur Begehung von Kriegsverbrechen und  Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt. 







900 Blatt Aktenmaterial zusammengefasst in 28 Zeilen


1. Etwa 900 Seiten Aktenmaterial aus dem Bestand des Justizministeriums (Lehnakten 1867-1943) hier zusammengefasst:

2. Hieraus sandte ich dem Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen 74 Seiten + 119 Seiten (Akte IV 3885 komplett) 

3. Aus diesem Extrakt seien genannt:
3.1. Kaufvertrag 35/1 933 vom 27.2.7 933 Verkäufer Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe

3.2. Kaufvertrag 708/1933 vom 5.5.1933 Verkäufer Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe

3.3. Kaufvertrag vom 20.8.1935 Verkäufer Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe

3.4. Kaufvertrag 717/1927 vom 7.5.7927 Verkäufer Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe

3.5. Kauvertrag 87/1 939 vom 30.6.1939 Verkäufer Testamentsvollstrecker von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe

3.6. Firma von Lochow Petkus schreibt am 17.4.1940 an das Meckl. Staatsministerium Finanzen: Wir haben das Landgut Gülzow von den Erben des AdoIf Fürst zu Schaumburg Lippe gekauft

3.7. Vermerk Justizministerium Meck 28.7.1947: “Ob der Standpunkt der Hofkammer richtig ¡st, ist mir zweifelhaft. Der Lehnbrief enthält keine Besonderheiten. Mit dem Tode von Fürst Adolf zu SL am 26.3.1936 würden die Güter aufgrund meckl. Lehnrecht seine 4 Brüder díe Prinzen Wolrad, Stefan, Heinirch und Friedrích Christian seine Lehnerben und zwar zu gleichen Kasten sein, wenn nicht Fürst Adolf leztwillig anders bestimmt hat. Das scheint nicht der Fall zu sein, denn in den Akten des OLG Celle (Band Gülzow BI. 2 hat RA von Oertzen dem OLG Rostock am 12.4.1939 mitgeteilt, dass sich Gülzow in ungeteilter Erbengemeinschaft der 4 Prinzen befindet. Zum lippischen Hausvermögen hat Gülzow anscheinend nicht gehört (vgl. Anlage 1 zu 44, Reínshagen (IV 3885) und BI. 26, 27 der Akten des OLG Celle.

3.8. Schreiben Lochow Petkus an Punkt 3.7. vom 11.9.1941: Eine lehnsrechtliche Auseinandersetzung  hat zwischen den Brüdern des Fürsten Adolf und diesem selbst nícht stattgefunden.

3.9. Erklärung von Wolrad in Ohlau vom 4.12.1911: lch Wolrad erkläre dass ich gegen das Testament des ...Georg...keine Einwendungen erhebe, sondern dasselbe . ..in vollem Umfang als zu Recht bestehend anerkenne und aus Höchstdessen im GH Meck Schwerin gelegenen zum Lehnsvermógen gehörigen Nachlasse nichts verlange, bzw. keinerlei Ansprüche darauf erhebe.

Auseinandersetzung über den Lehnbesitz hat Gegenseite nicht gemerkt


Der totale Krieg wirkt sich auf die "Justiz" aus

Von Bedeutung ist die Kriegsmassnahmenverordnung vom 27.9.1944.

Denn Paragraf 52 entzog dem OLG Celle, das so gerne in Brandeburg und in Preussen und in Österreich Recht sprach, die Zuständigkeit. Zuständig war das LG Lüneburg.






Paragraf 71: Gehen Zuständigkeiten der Oberlandesgerichte ...
nach dieser Verordnung auf andere Gerichte über
so werden die bereits anhängigen Sachen,
soweit sie nicht bis zum 30 November 1944 einschliesslich erledigt sind
an die nunmehr zuständigen Gerichte abgegeben
Das "sogenannte Fideikommissauflösungsverfahren" das gar keines war, nur ein Mittel um die Erbauseinandersetzung auszuhebeln,  war bis zum 30 November 1944 nicht abgeschlossen, somit verlor  das OLG Celle seine Zuständigkeit. Zum Tag der Bodenreformenteignung konnte es nichts regulieren oder konstruieren.

Hier eine Notiz aus den Akten des OLG Celle in der vermerkt wird, dass ein das "Verfahren" beendender Auflösungsschein nicht erteilt werden kann; nur ein Schutzforstbildungsbesschluss sei ergangen.


der Auflösungsschein wird nicht erteilt, Beschluss ist nur Schutzforstbeschluss



Kein arroganter Hinweis

Hinweis:

Jeder Artikel, Beitrag, wissenschaftliche Abhandlung zum Adel, der 101 Jahre nach der Abdankung der Monarchen, unreflektiert und unkritisch die Begriffe "Haus", "Oberhaupt" und "Chef" verwendet ist aus meiner Sicht unseriös und unwissenschaftlich.

Derartige Begriffe sind ein rotes Lämpchen das jedem intelligenten Menschen auffallen muss.

Das nur als Hinweis für seriöse Journalisten und Wissenschaftler.

Juristen sollten das auch beherzigen.

Sonntag, 10. März 2019

Benediktiner Ordensstift Kremsmünster

Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe war Miteigentümer zusammen mit dem Benediktiner Ordensstift.

Das ist vollkommen eindeutig. Kein Haus Schaumburg Lippe war je Miteigentümer.

Miteigentum 1/3 mit Lackner und Steinmeier



Miteigentum mit Kefer

Benediktiner Ordensstift Kremsmünster mit 1/2 Anteil

Wie geht es jemandem der plötzlich Miteigentum mit dem "Haus" hat ? Nicht so gut, nicht besser als Alfred Neumanns Angestellten die im Konzentrationslager Fuhlsbüttel landeten.

Nachzulesen in meinem Buch: Vier Prinzen zu Schaumburg Lippe und das parallele Unrechtssystem, 2006, S. 93, 94

https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/16146

Schreiben des Reichsführers SS persönlicher Stab an den Parteigenossen Prinz zu Schaumburg Lippe vom 23 Juli 1941

Sehr geehrter Parteigenosse Prinz zu Schaumburg Lippe ! Der Reichsführer SS, der sich zur Zeit im Führerhauptquartier befindet, hat mich beauftragt, Ihren Brief vom 10 Juli 1941 zu bestätigen. Er lässt Ihnen mitteilen, dass er Ihrem Vorschlag, die Ihnen von der Partei zugebilligte finanzielle Entschädigung in Form von Ländereien des ehemaligen katholischen Stifts Kremsmünster (Oberösterreich) zur Abgeltung bringen zu lassen, aus grundsätzlichen Erwägungen leider nicht nähertreten kann.

Der Reichsführer - SS hat hierzu bemerkt, dass nach dem Kriege, falls Sie im Osten siedeln wollen, selbstverständlich die Möglichkeit dazu gegeben ist. Sie müssten dann zu einem geeigneten Zeitpunkt bei der zuständigen Dienststelle einen entsprechenden Antrag einreichen.

Heil Hitler ! Gez. Brandt SS Obersturmbannführer

Offensichtlich war die SS zuständig für wirtschaftliche Fragen.

Ein österreichischer Grundbesitzbogen von 1930 gab Aufschluss über Eigentumsverhältnisse in der Vergangenheit: Katastralgemeinde Grünau, Post-Nr. 710. Zahl der Grundbucheinlage 523. Gerichtsbezirk Gmunden.

Name und Wohnort des Grundbesitzers Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe in Steyerling mit 1/2 Anteil.

Ich dachte wieder: Adolf war doch vermögenslos.

Mitbesitzer: Benediktiner Ordenstift Kremsmünster mit 1/2 Anteil.

Adolf und die Benediktiner waren Miteigentümer gewesen.

Diese Eintracht herrschte nach dem Tod Adolfs und dem Anschluss Österreichs nicht mehr. Es gab auch weitere Grundstücke die nicht im Alleineigentum des Stiftes standen: Einlagezahlen: 377, 426, 441, 515, 522, 542, 545, 546, 561, 562, 563, 564, 565, 566, 567, 568, 570, 571, 573, 574 und 590.
Diese Grundstücke des Benediktiner Ordensstiftes wurden vom Reichsführer der SS beschlagnahmt. Auch hier hatte die SS ihre Finger im Spiel.

Friedrich Christian beanspruchte ihn nun.

Die Beschlagnahme des Grundbesitzes des Benediktinerstiftes Kremsmünster erfolgte durch den Gau Oberdonau, zu Gunsten des Reichsgaues Oberdonau. (Geheime Staatspolizei, Staatspolizeistelle Linz, B.Nr. I 4-2273/41 II A 5, TZ 38/42 Grundbuchamt Bezirksgericht Gmunden).

Beschlagnahmt wurde aber immer nur der Anteil des Stiftes an den Grundstücken.

Der Miteigentumsanteil der schaumburg-lippischen Familie nicht.

Das bedeutet, dass ab 1941 der Reichsgau Oberdonau und Wolrad, faktisch “Miteigentümer” waren, wohlgemerkt nicht am gesamten Stift, sondern an einzelnen Grundstücken die dazu gehörten.

Wichtig war für mich diese Feststellung, weil es offensichtlich in Österreich zur Abwicklung gemeinsamer Projekte mit der SS gekommen sein musste.

Der Benediktiner Stift wurde 1941 aufgelöst. Die Benediktiner wurden vertrieben. Es wurde dann im Stift geraubte Kunst gelagert, bestimmt für das Hitler Museum in Linz (siehe Kapitel 17).

Einquartiert wurde dort auch die SS. In der Anlage II k der Handreichung von Februar 2001 kann man nachlesen:

“Liste der bekanntesten Auslagerungs- und Verbringungsorte geraubter Kulturgüter: Sammlung Führermuseum Linz: Salzmine Alt-Aussee und Steinberg (Österreich), Hohenfurth, Stift Kremsmünster, Schloss Thürntal (bei Kremsmünster), Schloss Steiersberg (bei Wien-Neustadt), Schloß Kogl (St. Georgen, Attergau), Grundlsee (Villa Castiglione), St. Agatha (bei Alt-Aussee, Schloss Weesenstein (bei Dresden), Gemäldegalerie Dresden Friedrich Christian war auch Ariseur.


Übersichtstabelle Fideikommisse Österreich und Grundbuchmanipulationen

Ich habe die gesamten österreichischen Fideikommisse angefordert.

Schaumburg-Lippe nicht darunter. Esterhazy, Liechtenstein ja.

Manipulationen im Grundbuch zahlreiche.




























kein Schaumburg Lippe weit und breit auf 35 Blättern zu sehen











Mittwoch, 6. März 2019

Palais Schaumburg in Bonn ein Symbol der Demokratie


Hohe Anerkennung verdient ein rechtsstaatliches politische System in dem es erlaubt ist, offen und ohne Furcht vor Repressalien, auch unbequeme Fragen zu stellen.

Dass eine Beschwerde eingereicht werden kann, ohne dass deshalb der Beschwerdeführer Nachteile zu befürchten hat ist ein Luxus, der nur in wenigen Staaten besteht.

Meine Beschwerde zielt primär darauf ab, eine Aufarbeitung der Vorgänge zwischen 1933 und 1945, auch in der Nachkriegszeit zu provozieren. Die Bundesrepublik ist so stabil, dass sie sich dieser Aufgabe stellen kann, ohne daran Schaden zu nehmen. Im Gegenteil. Sie wird dadurch gestärkt.

Und wenn das Palais Schaumburg dazu beiträgt dann gewinnt es an Wert und der deutsche Rechtsstaat wird gestärkt.

Und bei dieser Gelegenheit möchte ich hervorheben, dass das NLA (Niedersächsische Landesarchiv) mir in den letzten Monaten sehr behilflich ist bei der Beschaffung von Aktenkopien. Ich erhalte scans innerhalb weniger Tage. Auch dies ist ein Zeichen dafür, dass die Bundesrepublik Deutschland ein Vorbild für viele Staaten ist. Das kann nicht oft genug hervorgehoben werden.



Zitat aus S. 200 des Tagebuchs von Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe:

"Ich konnte dies Buch im 3. Reich nicht richtig führen, weil es bei einer eventl. Haussuchung zu gefährlich gewesen wäre, zu schreiben, was man dachte. Als scharfer Gegner der Nazis musste ich meine ganze Aufmerksamkeit darauf richten, den Tag des Zusammenbruchs zu überleben, was mir mit Gottes gnädigem Beistand auch gelungen ist; trotzdem man sich meist so vor kam, wie ein Fuchs im Lappjagen! Wir wurden in jeder nur denkbaren Weise schikaniert."






Urkundenunterdrückung und Fristen

Nachgewiesen ist:

die Unterdrückung des im Jahre 1937 ausgestellten Erbscheins durch die Hofkammer, also durch den Miterben Wolrad

die Mittäterschaft durch den Richter Reineke am Amtsgericht Bückeburg

nachgewiesen ist, dass die Erben keine Kenntnis erlangten, weil ihnen fälschlicherweise mitgeteilt wurde, Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe sei vermögenslos gestorben

Erstmalig wurde der Erbschein am 23.5.2001 den Miterben zur Kenntnis geggeben.



Ferner hat weder Philipp Ernst zu Schaumburg Lippe, noch dessen Sohn, noch die "Hofkammer", also deren Angestellte, jemals den Erbschein bei irgend einem Amt vorgelegt, den Erbschein IMMER unterdrückt (= nie vorgelegt).

Wie wäre dies in einem Rechtsstaat zu beurteilen ?

Sind Miterben schutzlos ?

Wozu gibt es den Paragrafen 274 StGB ?

Nur für "Bürgerliche" ?

Und wenn der Erbschein erstmalig den Miterben im Mai 2001 von der Justiz zugestellt wird, wann beginnen die Fristen zu laufen ?

Denn das Erbscheinsverfahren 1937 kann ja wohl nicht als Erbscheinsverfahren bezeichnet werden, denn Erbscheinsverfahren unterliegen einem Verfahren.

Und in diesem Verfahren sind die Miterben zu hören und zu beteiligen. Das weiss jeder Rechtspfleger

Im Erbscheinsverfahren findet eine gründliche Prüfung statt
Es dauert unter Umständen unterschiedlich lange, je nachdem ob sich das Erbrecht aus der letztwilligen Verfügung des Erblassers oder – falls keine solche vorliegt – aus der gesetzlichen Erbfolge ergibt. 
Das Gericht benötigt alle nachweisenden Unterlagen, damit es die rechtliche Beurteilung durchführen kann. 
Der erteilte Erbschein ist schließlich ein rechtskräftiger Nachweis und hierzu legen die Gerichte Wert auf  die gründliche Prüfung im Erbscheinsverfahren.
Die Befragung wird nach den Grundsätzen eines Amtsverfahrens durchgeführt, diese sind in § 26 FamFG folgendermaßen beschrieben:
„Das Gericht hat von Amts wegen die zur Feststellung der zur Entscheidung erheblichen Tatsachen erforderlichen Ermittlungen durchzuführen.“
Vor der Antragstellung findet bei Vorliegen einer letztwilligen Verfügung die Testamentseröffnung statt. 

Die Einladung hierzu erfolgt vom Nachlassgericht an die genannten Erben und alle weiteren Beteiligten. Dies könnten zum Beispiel Vermächtnisnehmer oder Testamentsvollstrecker sein. Eine Einladung ist jedoch nicht zwingend erforderlich, es reicht wenn der Inhalt des Testaments amtlich bekanntgemacht und ein Eröffnungsprotokoll erstellt wird. 

Alle Beteiligten erhalten jedoch in jedem Fall diese Dokumente per Post. Daraufhin sollten sie die Möglichkeit wahrnehmen, die weiteren rechtlichen Schritte einzuleiten um alle Fristen zu wahren. 

Das Original-Testament verbleibt in der Verwahrung des Nachlassgerichts.
Falls kein Testament vorhanden ist, greift die gesetzliche Erbfolge und das Gericht wird auf den Antrag der gesetzlichen Erben hin tätig.
Das Erbscheinsverfahren wird vom Gericht eingeleitet durch den Antrag des Erben
Folgende Fakten sind zu beachten zur Einleitung des Erbscheinsverfahrens:
  • Antrag zur Einleitung eines Erbscheinsverfahrens kann zu Protokoll des Nachlassgerichts erklärt werden
  • Das Nachlassgericht (Bereich des Amtsgerichts) ist grundsätzlich zuständig, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt wohnte
  • Ein Erbscheinsantrag kann von jedem Notar angenommen oder aufgenommen werden
  • Unterlagen müssen vollständig und
  • Alle Angaben müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden
  • Ein Erbscheinsverfahrens – Antrag kann von jedem Menschen gestellt werden (Achtung Ablehnung verursacht Kosten)
  • Der/die Erben können einen Antrag auf den gemeinschaftlichen Erbschein stellen (beinhaltet Erbteile der einzelnen Berechtigten)



Dienstag, 5. März 2019

Palais Schaumburg in Bonn; Recherche durch den Bund ?

Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber wenn beim Grundbuchamt Bonn eine Bundesvermögen betreffende Beschwerde anhängig ist, dann müsste der Bund, als Verwahrer des Archivgutes, eine Recherche in Angriff nehmen. Das ist meine Meinung. Ich habe umfassend recherchiert.

Hier einige Hinweise:


Subject: Verkauf Palais Schaumburg in Bonn an Reichswehr im Jahr 1939

Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv
Bearbeiter:

Geschäftszeichen: MA 5 – 2019/EV-432
(Bitte bei Antwort immer angeben!)

Betreff: Verkauf Palais Schaumburg in Bonn an Reichswehr im Jahr 1939
Bezug: Ihre Anfrage vom 22. Februar 2019

Anlagen:
Benutzungsantrag_2017_befuellbar.pdf
Recherchedienste Freiburg Stand 09_2016.pdf

Freiburg, den 22. Februar 2019

Sehr geehrter Herr vom Hofe,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Das Bundesarchiv hat die Aufgabe, Archivgut konservatorisch zu 
sichern, inhaltlich zu erschließen und Benutzerinnen und Benutzern 
zugänglich zu machen. Die Archivarinnen und Archivare führen jedoch 
keine Recherchen im Archivgut durch. Die Einsichtnahme in die Akten 
muss daher in der Regel durch Sie selbst oder durch einen von Ihnen 
beauftragten privaten Recherchedienst im hiesigen Benutzersaal 
erfolgen. Dafür bitte ich um Verständnis.

Im Rahmen einer Recherche in der Archivdatenbank des Bundesarchivs 
ließen sich bezüglich des Palais Schaumburg leider keine direkten 
Suchtreffer ermitteln. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass in den 
Beständen des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamts, des 
Wehrkreiskommandos VI (Münster) sowie der Versorgungs- und 
Verwaltungsdienststellen Unterlagen zum besagten Palais existieren. 
Auch wenn die Akten eines Bestandes bereits vollständig in der 
Datenbank erfasst und knapp inhaltlich beschrieben wurden, heißt das 
nicht, dass die einzelnen Dokumente in der Akte verschlagwortet 
wurden. Bei der inhaltlichen Beschreibung einer Akte können die 
Archivarinnen und Archivare leider nicht detaillierte Angaben zu allen 
in den Akten enthaltenen Schriftstücken oder Fotos und zu den darin 
genannten Orten, Personen sowie Ereignissen in der Datenbank erfassen. 
Gleichwohl bedeutet dies, dass sich solch eine Recherche als mühselig 
und vollkommen ergebnisoffen gestalten dürfte.

In den folgenden Beständen können möglicherweise Hinweise zum Palais 
Schaumburg existieren:


•       RH 53-6 (Wehrkreiskommando VI (Münster)) Link: 
https://invenio.bundesarchiv.de/basys2-invenio/direktlink/160e3d5c-212b-4fdd-ba08-0bf72458e325/
•       RH 56 (Versorgungs- und Verwaltungsdienststellen außerhalb des 
Feldheeres) Link: 
https://invenio.bundesarchiv.de/basys2-invenio/direktlink/2f3b755c-e86c-4496-a946-293e4dbcc3a4/
•       RW 19 (OKW / Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt) Link: 
https://invenio.bundesarchiv.de/basys2-invenio/direktlink/460b21b8-b0e7-4b2c-b54f-5483aac00148/
•       RH 9 (OKH / Heeresverwaltungsamt) Link: 
https://invenio.bundesarchiv.de/basys2-invenio/direktlink/e1bf40a1-bdf7-4835-9b02-43fdfc302329/

Beachten Sie bitte, dass es sich hierbei um Akten handelt, welche 
allgemeine Unterlagen, wie z.B. Liegenschaftsverzeichnisse oder Karten 
umfassen. Mitunter liegen auch Akten zu Bauvorhaben oder der 
Verwaltung der Liegenschaften vor.

Die Unterlagen des Reichswehrministeriums werden in unserem Hause im 
Bestand RW 1 (Reichswehrministerium / Reichskriegsministerium) 
verwahrt. Allerdings sind von dieser Institution nur noch wenige Akten 
erhalten geblieben (151 Akten). Unterlagen zum Kauf des Palais 
befinden sich aller Wahrscheinlichkeit nicht im Bestand. Ich lasse 
Ihnen dennoch den entsprechenden Link dazu in invenio, unserer 
Suchmaschine, zukommen:

•       RW 1 (Reichswehrministerium / Reichskriegsministerium) Link: 
https://invenio.bundesarchiv.de/basys2-invenio/direktlink/3768f378-fcfb-4663-9bf7-673aab1ebde6/

Zur Heeresstandortverwaltung in Bonn konnten leider keine Unterlagen 
ermittelt werden.

Auf Grund der eher geringen Erfolgschancen einer Recherche im 
Archivgut empfehle ich Ihnen, sich an das Stadtarchiv von Bonn zu 
wenden. Eventuell liegen dort reichhaltigere Unterlagen vor.

Stadtarchiv und die Stadthistorische Bibliothek
Berliner Platz 2
53111 Bonn (Stadthaus Ebene 0)
Tel.: 0228 - 77 24 10 (Auskünfte rund um das Stadtarchiv)
Fax: 0228 - 77 43 01
E-Mail: stadtarchiv@bonn.de


Bundesarchiv, Abt. Militärarchiv
Referat MA 5
Wiesentalstraße 10
79115 Freiburg
Tel.:
Mail: militaerarchiv@bundesarchiv.de

Samstag, 2. März 2019

Zusammenfassung in 2 Sätzen

Es hat weder eine Fideikommissauflösung noch eine Erbauseinandesetzung gegeben.
Nur eine riesige Vermögensentziehung mit und durch willfährige Helfershelfer.





Brief an Nachlassgericht Bückeburg

Schreiben an das Amtsgericht Bückeburg-Nachlassgericht

Betr.: Nachlass Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit darf ich Sie bitten, gemäss Paragraf 83 der Grundbuchordnung die Grundbuchämter von der Erteilung des Erbscheins nach Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe in Kenntnis zu setzen.

Ich darf in Erinnerung rufen, dass die Staatsanwaltschaft Bückeburg mehrfach und intensiv gegen den Fürsten Adolf und seine Ehefrau wegen vieler Delikte ermittelt hat. Ebenso gegen den Testamentsvollstrecker Graf Henckel von Donnersmarck, letzter kam in U-haft, Mitarbeiter der Alfred Neumann AG kamen in das Konzentrationslager Fuhlsbüttel, das Amtsgericht Bückeburg soll Graf Henckel von Donnersmarck aus dem Amt des Testamentsvollstreckers entlassen haben und ein Angestellter Adolfs (Hofrat Müller) soll ernannt worden sein. Dieser hat  dann als Bevollmächtigter eines Miterben (Wolrad) über Immobilien verfügt  die der Testamentsvollstreckung unterlagen  und somit gegen Paragraf 2211 BGB verstossen.

All diese Rechtswidrigkeiten werfe ich natürlich dem Amtsgericht Bückeburg heute nicht vor.

Aber heute, wir leben in einem Rechtsstaat, kann das Nachlassgericht die Gesetze beachten und gesetzeskonform handeln.

Bitte folgende Grundbuchämter und das Handelsregister informieren.

Engagements,
b) Anteile von Gesellschaften mit beschränkter Haftung :
RM 10.000,- Anteile der Steyrling GmbH
RM 49.500,- Anteile der Fürstl. Bad Eilsen GmbH
RM 12.450,- Anteile der Bad Eilsen Kleinbahn GmbH
RM 5.000,- Anteile der Mecklbg. Genossenschaftsbank Rostock i. Liquidation
RM 200,- Anteile der Mecklbg. landwirtschaftl. Hauptgenossenschaft Raiffeisen
RM 3.600,- Anteile der Pommersch. Spiritus-Verwertungsgenossenschaft
RM 1.880,- Anteile der Molkereigenossenschaft Lalendorf
RM 11.000,- Anteile der Molkereigenossenschaft Güstrow
RM 300,- Anteile der Zuckerfabrik Rostock
RM 31.000,- Anteile der Zuckerfabrik Malchin
RM 1.200,- der Molkereigenossenschaft Wittstock

c) Handelsregister - Eintragung:
Als Inhaber der Fürstlichen Dampfmühle, Bückeburg

d) Grundbuch-Eintragungen:
Rittergut Nienhagen mit Hütte und Schwiggerow in Mecklbg.
Rittergut Boldebuck mit Mühlengeez in Mecklbg.
Rittergut Gülzow in Mecklbg. Rittergut Wilhelminenhof mit Parum in Mecklbg.
Rittergut Reinshagen in Mecklbg.
Rittergut Krümmel mit Muggendorf in Mecklbg. Mühle Reinshagen in Mecklbg.
Gut Osterrade mit Bovenau und Wakendorf in Holstein
Forst Reinsdorf in Preussen Hof Nr. 3 Kleinenbremen in Preussen
Forstherrschaft Steyrling in Oberösterreich
Palais Schaumburg in Bonn
Schloss Schaumburg in der Grafschaft Schaumburg

Mit freundlichen Grüssen

Rechtsanwalt