Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe beschrieb am 29 April 1951 in einem an Jutta Kammler gerichteten Brief, wie Hans Kammler während des Prager Aufstandes in Prag am 8. Mai 1945 ums Leben gekommen war.
Sonderbar dass die extrem genaue Beschreibung von Einzelheiten sechs Jahre nach Kammlers Tod verfasst und der Witwe (erstmals) übersendet worden war.
In einem der letzten Beiträge hier in diesem blog wurde darauf hingewiesen, dass eine mögliche Erklärung für den Brief gefunden werden könnte, wenn es zum Zeitpunkt des Briefes einen gewichtigen Grund für ein derartiges Schriftstück gäbe,
Im Brief erklärt Ingeborg Alix, dass sie erst jetzt schreiben könne, weil sie Frau Kammler zuvor nicht hätte kontaktieren können. Der Brief ist so gefasst, als sei es ein menschliches Bedürfnis von ngeborg Alix, der Witwe zu erklären, wie ihr Mann starb.
Das könnte stimmen.
Doch wenn man folgendes Detail kennt sieht die Sache anders aus.
Heute erfuhr ich, dass der Minister für politische Befreiung (Hessisches Staatsministerium) Abwicklungsamt unter dem Aktenzeichen C/II Tagebuch Nr. 3119/51, Zentralspruchkammer, in Sachen Rentenanspruch der Witwe Kammler ein Verfahren führte. Es betraf Hans Kammler, geb. 26.8.1901, verstorben Az. SKK III 727/49. Der mir vorliegende Auszug aus der Akte ist datiert vom 5 Mai 1951, eine Woche nach Ingeborgs Brief.
Ich gehe davon aus, dass das Schreiben Ingeborgs in Zusammenhang mit diesem Verfahren zu sehen ist, weniger mit einer mesnchlichen Geste zwischen seelenverwandten Damen.
ein (ziges), private (s) Forschungsprojekt ab 2002; Blog 2011- permalink: https://vierprinzen.blogspot.com/
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Mittwoch, 2. Juli 2014
Sonntag, 29. Juni 2014
Kammlers Ende; Briefe von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe
An der Urheberschaft der Briefe von Ingeborg Alix zu Kammerls Tod habe ich keine Zweifel. Ich kenne ihre Handschrift und habe darüber hinaus eine weitere Schriftprobe aus einer Akte des Bundesarchivs (Akte NS 19/3102) fol 1-4).
Die Unterschrift des Briefes vom 31.3.1955 in dem Kammlers Tod beschrieben wird
Nun zum Inhalt der Briefe, die den Tod Kammlers beschreiben. Ich stelle die banale Frage: Wieso schrieb Ingeborg Alix Familienangehörigen Kammlers die sie offensichtlich nicht einmal vom Hörensagen kannten. Und wieso beschrieb sie 6 und 10 Jahre nach dem angeblichen Tod Kammlers dessen Tod ?
Wollte sie sich in eine Protagonistenrolle bringen, wollte sie sich selbst darstellen ? Es sieht nicht so aus, weil sie in ihren Bänden (Bunte Bilder und bewegte Zeiten) über Himmler, Heydrich, Goebbels, Göring in positivem Ton schrieb und erklärte mit allen regulär herzlichen Umgang gehabt zu haben. Über Kammler verlor sie nie ein Wort.
Es sieht so, als habe es Bedarf für eine schriftliche Beschreibung von Kammlers Tod gegeben.
Man müsste prüfen, ob 1951 Kammlers Tod in Frage gestellt worden war.
Sollte es so gewesen sein, so gäbe es eine chronologisch passende Erklärungsmöglichkeit für den Brief.
Der Brief der Kammlers Tod beschrieb wäre dann ein Indiz für die mögliche Unrichtigkeit der Aussage, dass Kammler 1945 in Prag starb.
Vier Prinzen Bücher erhältlich bei:
Mittwoch, 11. Juni 2014
Kammlers Tod in Prag ein fake dank Ingeborg Schaumburg-Lippe ?
Wie bereits hier am 17 April mitgeteilt kündigt Zdf History an, über Materialien und Quellen zu verfügen, die belegen sollen, dass Hans Kammler im Rahmen des paperclip Programms in die USA verbracht wurde, wo er 1947 Selbstmord verübte.
Bestätigt sich dies, so ist der detailgetreue Brief von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe eine grandiose Lüge. Er belegt auch, dass der Brief ein Fluchthilfeinstrument war. Zugleich belegt er den Grad der Verbundenheit.
Der Brief kann im Buch Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr nachgelesen werden.
link zur FU Berlin
ZDF HISTORY (Minute 6:23, keine Quellenangabe, obwohl die Quellenangabe wichtig ist. Sie ist den Autoren des Films bekannt. Sieht nach Kalkül aus. Quelle kann in genanntem Buch nachgelesen werden). Sieht so aus als sei die Quelle politisch unkorrekt. Auf wen wird hier Rücksicht genommen ?
Wenn die Beschreibungen im Brief von Ingeborg Alix stimmen sollten, so handelte es sich bei dem Gebäude in dem sie mit Hans Kammler und dem Befehlshaber der Waffen SS Graf von Pückler-Burghauss in Prag kurzzeitig weilte um das heutige Gebäude der Jurafakultät in Prag. Dort befand sich der Sitz des Befehlshabers der Waffen SS. Anschrift damals: SS-Standortkommandantur, Juristische Fakultät der Karls-Universität, Nürnberger Strasse, in der Nähe der Mendel Brücke
Siehe auch
An der Wand befindet sich diese Gedächtnistafel
Centrální evidence válečných hrobů: je evidován, CZE-0001-20512
Pomník přidal: Vladimír Štrupl
Bestätigt sich dies, so ist der detailgetreue Brief von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe eine grandiose Lüge. Er belegt auch, dass der Brief ein Fluchthilfeinstrument war. Zugleich belegt er den Grad der Verbundenheit.
Der Brief kann im Buch Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr nachgelesen werden.
link zur FU Berlin
ZDF HISTORY (Minute 6:23, keine Quellenangabe, obwohl die Quellenangabe wichtig ist. Sie ist den Autoren des Films bekannt. Sieht nach Kalkül aus. Quelle kann in genanntem Buch nachgelesen werden). Sieht so aus als sei die Quelle politisch unkorrekt. Auf wen wird hier Rücksicht genommen ?
Wenn die Beschreibungen im Brief von Ingeborg Alix stimmen sollten, so handelte es sich bei dem Gebäude in dem sie mit Hans Kammler und dem Befehlshaber der Waffen SS Graf von Pückler-Burghauss in Prag kurzzeitig weilte um das heutige Gebäude der Jurafakultät in Prag. Dort befand sich der Sitz des Befehlshabers der Waffen SS. Anschrift damals: SS-Standortkommandantur, Juristische Fakultät der Karls-Universität, Nürnberger Strasse, in der Nähe der Mendel Brücke
Siehe auch
An der Wand befindet sich diese Gedächtnistafel
Pamětní deska Obětem 2. světové války
Umístění: Praha 1, náměstí Curieových 901/7, napravo od vchodu do Právnické fakulty UK
Nápis:
ZA VĚRNOST PŘÍSAZE, ZA VĚRNOST K PRAPORU HNUTÍ,
ZA VĚRNOST VLASTI AŽ K SMRTI, NA NEHYNOUCÍ PAMĚŤ PŘÍŠTÍM GENERACÍM.
ZA OZBROJENOU AKTIVNÍ ČINNOST V NÁRODNÍM BOJI ZA OSVOBOZENÍ BYLI V ZAJETÍ DNE 5.V.1945 NA TOMTO MOSTĚ A V OKOLÍ POPRAVENI A DO VLTAVY SVRŽENI PŘÍSLUŠNÍCI BÝV. VOJ. ILL. HNUTÍ „VĚRNÝ PES“ JINONICE-RADLICE:
POR. V ZÁL. DR. ING. JIŘÍ KADELA,
DOBROVOL. KVĚTOSLAV BUKOLSKÝ,
PPL. DĚL. OTOKAR HÁVA,
DOBROVOL. ANTONÍN KAŠPÁREK,
DOBROVOL. JOSEF ŠAFRA, S
AMOSTATNĚ BOJUJÍCÍ DOBROVOLNÍCI:
JAN BENDA, JUC. BEDŘICH HAMPACHER, JOS. KŘEMEN, JAROSLAV NOVOTNÝ A DALŠÍ SKUPINA NEZNÁMÝCH BOJOVNÍKŮ.
ČEST JEJICH PAMÁTCE.
ZA VĚRNOST PŘÍSAZE, ZA VĚRNOST K PRAPORU HNUTÍ,
ZA VĚRNOST VLASTI AŽ K SMRTI, NA NEHYNOUCÍ PAMĚŤ PŘÍŠTÍM GENERACÍM.
ZA OZBROJENOU AKTIVNÍ ČINNOST V NÁRODNÍM BOJI ZA OSVOBOZENÍ BYLI V ZAJETÍ DNE 5.V.1945 NA TOMTO MOSTĚ A V OKOLÍ POPRAVENI A DO VLTAVY SVRŽENI PŘÍSLUŠNÍCI BÝV. VOJ. ILL. HNUTÍ „VĚRNÝ PES“ JINONICE-RADLICE:
POR. V ZÁL. DR. ING. JIŘÍ KADELA,
DOBROVOL. KVĚTOSLAV BUKOLSKÝ,
PPL. DĚL. OTOKAR HÁVA,
DOBROVOL. ANTONÍN KAŠPÁREK,
DOBROVOL. JOSEF ŠAFRA, S
AMOSTATNĚ BOJUJÍCÍ DOBROVOLNÍCI:
JAN BENDA, JUC. BEDŘICH HAMPACHER, JOS. KŘEMEN, JAROSLAV NOVOTNÝ A DALŠÍ SKUPINA NEZNÁMÝCH BOJOVNÍKŮ.
ČEST JEJICH PAMÁTCE.
Centrální evidence válečných hrobů: je evidován, CZE-0001-20512
Pomník přidal: Vladimír Štrupl
| Jura Fakultät Prag rechts neben Eingang die Gedächtnistafel |
In einem Brief vom 29. April
1951, verfasst in Rastede, Oldenburg, schilderte Ingeborg Alix die Geschehnisse
in den Tagen vom 30. April bis zum 8. Mai 1945 in Prag. Kammler war zum 9. Mai
1945 durch Beschluss des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg vom 7. September
1948 bereits für tot erklärt worden.
Kammler hat eine durchaus
überragende zeitgeschichtliche Bedeutung. Die Frage, ob er in Prag am 9. Mai
1945 ums Leben kam oder nicht, gehört zu den größten Geheimnissen, vergleichbar
mit den ungeklärten Fragen, ob Bormann die Flucht gelang oder ob das Bernsteinzimmer
verbrannte.
2006 berichtete ich meinem ersten
Buch über Kammlers Untertageverlagerungen. Das Buch ist auf den
Dokumentenserver der FU Berlin frei einsehbar. Ich nehme Wissenschaftsfreiheit
in Anspruch. Ich gewähre jedem, der ein Interesse daran hat, die Möglichkeit,
kostenlos auf meine Recherchen aus dem Jahr 2006 zuzugreifen.
Ich möchte mit diesem zweiten
Buch jedem die Gelegenheit geben, Auszüge aus jenem Brief lesen zu können, den Ingeborg
Alix ca. 7 Jahre nach Kriegsende an Frau Jutta Kammler schrieb. Private Aspekte
bleiben außen vor. Nach Abwägung der Interessenslage komme ich zum Ergebnis,
dass das absolute „Geheimhaltungsinteresse“
zurückzutreten hat. Ich gebe den Wortlaut des Briefes in Auszügen
wieder:
„Nun will ich aber nicht länger warten, denn es drückte mich sehr, daß
ich das Versprechen, das ich Ihrem lieben Mann gab, immer noch nicht einlösen
konnte.
Frau Kammler, ich war bis fast zur letzten Minute mit Ihrem Mann
zusammen und ich bin dankbar dafür, denn er stand in jenen furchtbaren Tagen
als aufrechte, tapfere und treue Persönlichkeit mitten im Chaos.-
Lassen Sie mich die Begebenheiten vor 6 Jahren rekonstruieren, so gut
es geht und noch einmal soll alles wieder Leben gewinnen, was damals die
Stunden mit Grauen aber auch mit Grösse erfüllte –damals in Prag.-
Ich selbst war dorthin verschlagen worden und erhielt den Auftrag, für
die Herausführung der Frauen und Kinder zu sorgen. Prag lag in seinem schönsten
Frühlingsschmuck, als Ihr Mann energiegeladen, wie ein Sturmzeichen, erschien.
Es muss am 30. April gewesen sein. Noch war alles friedlich, obwohl die Haltung
der Bevölkerung unfreundlich wurde. Dabei lebten sie wie im tiefsten Frieden.
Ich erinnere mich noch des schreienden Unterschiedes, als ich aus einem Kessel
kommend nach tagelangem Umherirren und in entsprechendem Aufzug in diese
elegante Stadt kam, in der die Menschen -Uniformierte u. Civilisten- gebügelt
und geschniegelt durch die Strassen gingen !
Als Ihr Mann erschien, brachte er die erste zuverlässige Schilderung
der Zustände in Bayern. Seine drastischen Erzählungen über die herrschenden
Zustände dort, die Haltung der höheren Chargen werde ich nie in meinem Leben
vergessen, aber ich möchte sie hier nicht wiederholen. Sie werden sie
voraussichtlich kennen, denn, wenn ich mich nicht irre, hatte Ihr Mann noch
dafür gesorgt, daß Sie mit den Kindern an einen ruhigen Ort gekommen sind.
Abends sassen wir beim Grafen Pückler, dem B.D.W. (Anmerkung Verfassers: es
müsste eigentlich B.D.W. SS heißen, der Beauftragte der Waffen-SS. Ist die
Bezeichnung absichtlich falsch?), wo ich
auch wohnte-seine Familie war schon fort, die Gräfin ist eine Cousine von mir,
und waren auch zusammen, als die Nachricht vom Tode des Führers durchkam. Es
war ursprünglich der Wille Ihres Mannes nach Berlin zu gehen. „Da gehört man
jetzt hin !“ sagte er in seinem kurzen Ton. Aber er kam nicht mehr durch.-
Als die Katastrophe dort ihren Höhepunkt erreichte, begann es in Prag zu
brodeln.
Am 4. Mai morgens um 9 Uhr durchquerte ich die Galerie des enormen
Treppenhaus unseres Dienstgebäudes, daß am Ufer der Moldau gegenüber der
Hradschins lag. Gerade trat Ihr Mann durch die großen Glastüren, die den
Vorplatz von einer Art Halle im untersten Stock trennte. Man konnte aus allen
Etagen hinuntersehen. Der Bau war aus Beton und sehr hellhörig. Mein Büro lag
auf derselben Höhe, wie die Diensträume des B.D.W. Ihr Mann kam mit federnden
Schritten die Treppenstufen heraufgegangen, sein Gesicht drückte Zorn und
Verachtung aus, seine dunklen Augen sprühten Empörung! Mit schallender Stimme
rief er mir zu : „ Prinzessin ! Die Schweine haben auf Er
schleuderte diese Worte in den Raum, daß es hallte! Mit dem Schuss des „blauen
Polizisten“ von seinem Verkehrsturm aus brach der Aufstand los! Ihr Mann
besprach mit Graf Pückler die Lage. Die ganze Stadt verwandelte sich innerhalb
kürzester Frist in Kriegsgebiet. Frauen und Kinder strömten Schutz suchend in
das Gebäude, das wir bis zum 8. Mai nicht wieder verliessen. Es wimmeltevon Soldaten
– meist H.J.-Division. Ein Lazarett nahm die Verwundeten auf, im Keller wurde
ein Massenlager für Civilisten, meist Frauen und Kinder, eingerichtet für das
ich verantwortlich war. Es entstand nun eine etwas schwierige Situation
dadurch, daß Pückler der Befehlshaber war, Ihr Mann aber Dienstrangältester.
Hinzukam, daß er, sehr viel temperamentvoller als wie der ruhige Graf Pückler,
nicht immer seine Auffassung teilte,
ersterer aber natürlich mit den dortigen sehr komplizierten dienstlichen
Verhältnissen vertraut war, Ihr Mann bezog einen Raum oberhalb der Pücklerschen
Diensträume und beide – Pückler, sowie auch Ihr Mann zogen mich als neutrale
Person hin und wieder in ihr Vertrauen. So kam es, daß ich die Möglichkeit
hatte, zwischen den beiden « Löwen » zu vermitteln und manches
Missverständnis, das sich im Durcheinander jener sich überstürzender Ereignisse
zwangsläufig ergeben musste, richtig stellen konnte. Ich erwähne dies nur
deshalb, weil ich durch diese sich aus der Situation ergebenden Gespräche Ihren
Mann gründlich kennenlernte. Herr Purucker war bei ihm mit zwei Adjutanten von
denen ich nur noch den Namen Gmeiners erinnere, während der sehr junge
Wehrmachtsleutnant aus meiner Erinnerung entschwand. Beide machten eine
vorzüglichen Eindruck ! – ich wüsste sehr gerne , wo sie abgeblieben
sind.- Am 7. Mai abends flaute das Kampfgetümmel langsam ab. Im Eingang des
Gebäudes stand ein Sturmgeschütz, an allen Seiten schossen ML´s aus den
Fenstern und wehrten den Sturm auf das Gebäude ab, die Häuser ringsum brannten,
auf den Strassen lagen die Toten. Die Düsenjäger bombardierten die Plätze vor
den Dienststellen frei und schossen mit Bordwaffen. Viele unserer Räume wiesen
Schussspuren auf. Es schossen auf uns die Tschechen, die Partisanen, die
losgelassenen KZ´lern von den Dächern, von den Strassen, aus den Fenstern.
Frauen und Kinder wurden durch die Strassen getrieben, unsere Verwundeten
ermordet oder aus den Fenstern auf die Strasse geworfen, wo sie mit
zerbrochenen Gliedern liegen blieben. Dazu nahte der Russe, schoss auf die
Deutschen und die Amerikaner rückten von Pilsen an-, aber dort verhielten
sie ! Am 7 abends hatte ich mih auf ein Sofa gelegt, um ein Paar Stunden
zu schlafen, denn am kommenden Morgen sollten wir abrücken. Die Tschechen hatten
freien Abzug gewährt nach langen von Graf Pückler se hr geführten
Verhandlungen ! – Der Raum, in dem sich Ihr Mann und Purucker einquartiert
hatten mit den beiden Adjutanten, lag neben dem kl. Zimmer. Alle beide gehörten
zum Casino. Ihr Mann bat durchgehen zu dürfen, dann blieb er aber vor mir
stehen, lehnte sich auf einen Stutzflügel der am „Fussende“ meiner Schlafstätte
stand und erzählte mir, wie der Abmarsch erfolgen sollte. Dann sagte er,
während seine Augen in die Ferne gingen « die Amerikaner sind hinter mir
her . Sie haben mir Angebote gemacht! Niemals werde ich dem Feind
dienen ! Ich stamme aus einer Offiziersfamilie und der Leitspruch unseres
Geschlechtes heisst : Lever tot als sklav ! Das gilt auch für mich
und danach werde ich handeln. Lebendig bekommen sie mich
nicht ! Sagen Sie das meiner Frau und grüssen Sie sie -falls Sie
durchkommen sollten, sie ist tapfer und wird mich verstehen.“
Damals gab ich Ihrem Mann, den ich in jenen Tagen aus ganzem Herzen
achten lernte, das Versprechen, daß ich erst heute einzulösen vermag und daß
ich voll innerer Unruhe bis zu diesem Tage mit mir herumgetragen
habe!
Ihr Mann wollte, daß ich mit in seinen Wagen führe. Da ich aber selber
einen Wagen hatte, fuhr ich in diesem. Ich sollte mich direkt an seinen Wagen anhängen.
Inzwischen aber rückten die Russen heran und die Abfahrt ging sehr schnelle vor
sich. Mein Wagen blieb stehen ! Als er wieder anfuhr, war Ihr Mann
verschwunden, ich fuhr weiter hinten in der endlosen Kolonne. Der Motor veragte
nochmals und ich wurde von einem Volkswagen, in dem ein Obersturmführer aus
Arolsen in aller Eile übernommen. Dieser Stopp rettete mir das Leben, sonst
wäre ich aus nächster Nähe von einem russischen Panzer beschossen worden,
dessen Opfer wir aufnahmen. Nach dreimaligem Versuch aus Prag zu entkommen,
gelang es endlich. Südlich Prag gerieten wir in die Masse der zurückgehenden
Schörnerarmee, die alle Strassen verstopfte. Bei einem allgemeinen Halt sah ich
Ihren Mann zwei Wagen entfernt hinter uns beim Übergang einer kleineren Brücke
das letzte Mal. Er sass in seinem Wagen, die ernsten Augen, völlig abwesend und
voll grenzenloser Trauer, gehörten –so schien es mir- nich mer in diese Welt.
Mich packte grösste Sorge um ihn. Ich wollte zu ihm gehen; da ich aber einen
Schwerverwundeten im Arm hielt, war es nicht möglich. Ich versuchte Verbindung
mit ihm aufzunehmen, aber er hörte und sah nichts. Alles steht mir so deutlich
vor Augen, als sei es gestern gewesen. Dann wendeten die Wagen, um anderswo
durchzukommen, jedoch mussten wir wieder zurück. Ihres Mannes Wagen war wohl
dort geblieben zusammen mit dem des Grafen Pückler, denn nach etwa 20 Minuten
kam dieser, als wir unfern jener Stelle abermals hielten, mit Purucker und den
Adjutanten langsam die Strasse heraufgegangen. Ihr Mann fehlte. Mir fiel der
Gesichtsausdruck aller irgendwie auf, der sehr verschlossen war.
Später - als ich den nächsten Abend Pückler als Kommandant des
amerikanischen Lagers- wiedertraf in der Gefangenschaft, sagt er mir, daß kurz
vorher der Tod Ihren lieben Mann ereilt hatte. Im Walde, neben der breiten
Strasse, sie zur Moldau führt, ist sein Grab.
Drei Tage später erwähnte Graf Pückler mir gegenüber nochmals den
erfolgten Tod Ihres Mannes und ich war dabei, als ihm von anderer Seite der
Heimgang Ihres Mannes sehr verspätete gemeldet wurde, und ich erinnere
deutlich, daß er sagte “Die merken auch alles !” denn er schüttelte dabei den
Kopf. Auch am Vorabend seines Todes erwähnte Graf Pückler nochmals das Ende
Ihres Mannes und wünschte sich einen so schnellen und kampflosen Tod. Ich
erwähne dies deshalb so ausführlich, weil die Gerüchte immer wieder auftauchen,
daß Ihr Mann lebte. Graf Pückler aber war Augenzeuge. Auch Gmeiner sprach mit
mir darüber, als er später beim Abtransport durch die Russen an den LKW herankam,
in dem ich sass, da er ja gemeinsam mit mir “türmen” wollte. Ich sah ihn nie
wieder. Wir Frauen wurden von den Männern getrennt und ich konnte aus einer
Gehversehrtenkolonne, in die ich heimlich eingestiegen war, herausspringen,
bevor die roten Kommissare mich entdeckten”.
In einem späteren Brief vom
31.3.1955 schrieb Ingeborg-Alix aus Kempfenhausen:
“In den letzten Tagen des April stiess Hans Kammler von Süd Bayern
kommend in Prag zum Stabe des dortigen Befehlshabers der Waffen SS, Graf
Pückler Burghauss. Ich kannte ihn schon aus dem Elsass, wo er mit dem
Obergruppenführer Pohl die Schule des SS-Helferinnen Korps inspizierte, an der
ich als Heimleiterin tätig war, da ich wie jede deutsche Frau unter 46 Jahren
dienstverpflichtet wurde (...). Das schlimmste für ihn (Hans Kammler) war, daß
er zur Untätigkeit verdammt war, sein Vorhaben zum Führer zu stossen, um neben
ihm zu fallen, wenn es zuende ginge, war nach dem Ausbruch des tschechischen
Aufstandes nicht mehr durchführbar. Auch hinderte ihn sein ausgeprägtes
Kameradschafts-empfinden daran, uns in der furchtbaren Lage allein zu lassen.
Verachtung erfüllte ihn, wennn er an jene Führer dachte, die ihre Männer allein
liessen, um sich selber in Sicherheit zu bringen. Er belegte sie mit härtesten
Bezeichnungen und seine Mundwinkel bogen sich verächtlich abwärts.- Eines
dieser Abende kam er zu uns, während auf den Strassen die Schüsse peitschten,
und sagte mir, er würde das Ende Deutschlands nicht überleben können, denn der
Wahlspruch seiner Familie sei: „Lewer dot als Sklav”, er fühlte es, daß er
sterben müsse. Er sagte es ganz ruhig und klar und fügte dann hinzu, daß
Ingeborg-Alix es (...) später einmal sagen sollte, falls es mir beschieden sein
sollte, diesen Untergang zu überleben (...). Die Revolution in Prag begann mit
dem Schuss eines dortigen Polizisten auf Hans Kammler. Ich sehe ihn noch mit großen
elastischen Schritten die Treppe des riesigen Treppenhauses der Dienststelle heraufstürmen und rufen: „Diese
Schweine haben auf mich geschossen wie auf einen Gangster!” Ich sollte in dem
Wagen Hans Kammlers aus Prag herausfahren, als wir freien Abzug bekamen! Aber
es kam anders und ich sah Hans Kammler dann noch einmal sehr nahe, als unsere
Wagen einander vorbeifuhren an einer Brücke, wo ein großer Stopp war. Sein
Blick ging über dieses Leben hinaus und brannte in einem tiefen Schmerz. Dann
ereilte ihn kurz nachher der Tod. Das war an einem sonnigen, heissen Tag im Mai
nahe der Moldau. Ich glaube heute, daß er eine Gefangenschaft kaum überlebt
haben würde, er wäre menschlich kaputt gegangen-er hätte für alles grade
gestanden, was er entsprechend seinem Eide tat, und die Feinde hätten ihm
daraus den Strick gedreht, den sie ihm sowieso zugedacht hatten. Darüber hinaus
hätte er aber eine Verachtung gezeigt, die allein schon genügt hätte, sein
Leben zu verwirken! So starb er auch den Tod des freien Mannes nach seinem
Wunsch! Lewer dot as Slav! Er wusste, daß die Amerikaner ihm als Fachmann
Angebote machen würden, dafür hatte er Beweise. Nie hätte er sie angenommen.
Das allein hätte sein Schicksal besiegelt.”
| Ingeborg Alix am Hochzeitstag mit Ehemann Stephan Prinz zu Schaumburg-Lippe |
Samstag, 31. Mai 2014
Bilanz des Projektes Vier Prinzen
Die ersten Vier Prinzen erschienen im Jahr 2006 in gedruckter Form und gelangten nach der Besprechung in der FAZ in öffentliche Bibliotheken. 2008 beschenkte mich die FU Berlin mit der Gelegenheit das Buch auf dem Dokumentenserver abzulegen. Drei Gründe sprachen dafür: FAZ und SZ besprachen das Buch und ich bin ex-alumni.
Das zweite Buch, (aliud oder Anhang zum ersten Buch ?) erblickte das Licht der Welt 2013. Nach wenigen Monaten wurde es auch auf dem Dokumentenserver der FU Berlin abgelegt.
Das erste Buch weist mittlerweile hohe Zugriffszahlen aus.
Über das zweite lässt sich noch nicht viel sagen, im Vergleich zum ersten Buch in der Anfangszeit, ähnliche Werte.
Das zweite Buch, (aliud oder Anhang zum ersten Buch ?) erblickte das Licht der Welt 2013. Nach wenigen Monaten wurde es auch auf dem Dokumentenserver der FU Berlin abgelegt.
Das erste Buch weist mittlerweile hohe Zugriffszahlen aus.
Über das zweite lässt sich noch nicht viel sagen, im Vergleich zum ersten Buch in der Anfangszeit, ähnliche Werte.
| Bildunterschrift hinzufügen FU Berlin link |
Sagten die Zugriffszahlen etwas über Qualität aus ? Nein.
Aber die Zahlen lassen hoffen, dass eine Auseinandersetzung mit den Inhalten im Stillen stattfindet und wer weiss ob es in Zukunft zur weiteren Aufklärung des Sachverhaltes kommen wird.
Samstag, 19. April 2014
Details zum angeblichen Vorkaufsrecht zu Gut Boldebuck
Dokumente betreffend die Kaufoption von Alexander Prinz
zu Schaumburg-Lippe für das von der BVVG gepachtete
Gut Boldebuck in Mecklenburg
Erläuternde Vorbemerkung:
Die BVVG ist die BODENVERWERTUNGS- und -VERWALTUNGS GMBH
mit Sitz in Berlin, welche im Auftrag des Bundes die aus der DDR überkommenen
Immobilien verwaltet und privatisiert.

Wie üblich druckste die BVVG mit der Einsichtnahme in den Pachtvertrag, führte Arbeitsbelastung an und Datenschutz.
Nebel, Schleier, alles ausser Transparenz. Passend zum chronischen Archivverschluss in Bückeburg und Hannover….
zu Schaumburg-Lippe für das von der BVVG gepachtete
Gut Boldebuck in Mecklenburg
Erläuternde Vorbemerkung:
Die BVVG ist die BODENVERWERTUNGS- und -VERWALTUNGS GMBH
mit Sitz in Berlin, welche im Auftrag des Bundes die aus der DDR überkommenen
Immobilien verwaltet und privatisiert.
1. Anschreiben der BVVG vom 28.3.2007 in dem erklärt wird, dass die Kaufoption für "den berechtigten Alteigentümer" vorgesehen ist und die Kaufoption nicht formgerecht ist, weil sie nicht notariell vereinbart wurde,
plus Auszug aus dem Pachtvertrag den die BVVG mit Philipp Ernst Prinz
zu Schaumburg-Lippe, dem Vater von Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe, geschlossen hatte:
plus Auszug aus dem Pachtvertrag den die BVVG mit Philipp Ernst Prinz
zu Schaumburg-Lippe, dem Vater von Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe, geschlossen hatte:
2. Schreiben von Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe vom 10. Juni 2009
an die BVVG mit dem er die Geltendmachung der "Kaufoption" erklärt,
obwohl die Feststellung des "berechtigten Alteigentümers" aussteht
und die notarielle Beurkundung fehlt:
an die BVVG mit dem er die Geltendmachung der "Kaufoption" erklärt,
obwohl die Feststellung des "berechtigten Alteigentümers" aussteht
und die notarielle Beurkundung fehlt:

Wie üblich druckste die BVVG mit der Einsichtnahme in den Pachtvertrag, führte Arbeitsbelastung an und Datenschutz.
Nebel, Schleier, alles ausser Transparenz. Passend zum chronischen Archivverschluss in Bückeburg und Hannover….
TV Schwerin berichtet über Gut Boldebuck
TV Reportage
Es bleibt dabei:
Rechtlich relevante Unterlagen, Erbnachweise und Testamente bleiben unter Verschluss.
1991 erschlichene Vorkaufsrechte werden "respektiert". Gentlemenagreement aus alten Zeiten dürfen weder untersucht, noch aufgehoben werden.
Geschäft ist Geschäft, pacta sunt servanda, auch wenn nichts stimmt, auch nach Ansicht der Fachbehörde.
Zum TV Bericht sei noch angemerkt: Plauderton passt zur schlampigen Recherche.
Der dem TV Sender bekannte Kern wird ausgeblendet. Es geht nicht um die Frage wer Wolrad beerbt hat (auch noch der falsche Name Wolfrat wird eingespielt), sondern um die Frage wer was vom letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg-Lippe ererbte und wieso drei Miterben wegen Unwürdigkeit auszuschliessen waren.
Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Oder ist diese dummdreiste Berichterstattung Absicht ?
Vier Prinzen Bücher erhältlich bei:
Es bleibt dabei:
Rechtlich relevante Unterlagen, Erbnachweise und Testamente bleiben unter Verschluss.
1991 erschlichene Vorkaufsrechte werden "respektiert". Gentlemenagreement aus alten Zeiten dürfen weder untersucht, noch aufgehoben werden.
Geschäft ist Geschäft, pacta sunt servanda, auch wenn nichts stimmt, auch nach Ansicht der Fachbehörde.
Zum TV Bericht sei noch angemerkt: Plauderton passt zur schlampigen Recherche.
Der dem TV Sender bekannte Kern wird ausgeblendet. Es geht nicht um die Frage wer Wolrad beerbt hat (auch noch der falsche Name Wolfrat wird eingespielt), sondern um die Frage wer was vom letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg-Lippe ererbte und wieso drei Miterben wegen Unwürdigkeit auszuschliessen waren.
Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Oder ist diese dummdreiste Berichterstattung Absicht ?
Vier Prinzen Bücher erhältlich bei:
Donnerstag, 17. April 2014
Gerücht: Hans Kammler soll 1945 nicht verstorben sein
Wie mir zu Ohren gekommen ist sollen Unterlagen aufgetaucht sein, die belegen, dass Hans Kammler 1945 nicht in der Nähe von Prag durch Selbsttötung ums Leben kam. Vielmehr sei er zu den Amerikanern übergelaufen. Er habe seine Kenntnisse in der Atomforschung in den USA weitergegeben und 1947 in den USA Selbstmord verübt.
Man darf gespannt und skeptisch sein. Dieses Jahr sollen die Belege veröffentlicht werden: das Verhörprotokoll Kammlers vom OSS (Office Strategic Services).
Man darf gespannt und skeptisch sein. Dieses Jahr sollen die Belege veröffentlicht werden: das Verhörprotokoll Kammlers vom OSS (Office Strategic Services).
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| Hans Kammler |
Indizien:
* Brief von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe in dem sehr detailgetreu der Tod von Hans Kammler beschrieben wird:
Ich halte den Brief nicht unbedingt für glaubwürdig (siehe S. 74).
* Die Witwe, Frau Jutta Kammler, beantragt 1948 beim Amtsgericht Charlottenburg ihren Mann für tot erklären zu lassen. Wenn Hans Kammler 1947 in den USA Selbstmord beging, dann konnte er in Deutschland problemlos für tot erklärt werden, auf die Todesumstände kam es nicht so sehr an.
Wenn er in den USA am paperclip Programm teilnahm, trotz der gegen ihn vorliegenden Belastungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so war es ein Gebot der Stunde, die Geschichte unter den Teppich zu kehren.
Ich befürchte, dass selbst wenn Kammlers Kooperation in den USA zutreffen sollte, eine Offenbarung des Geheimnisses ausbleiben wird. Es wäre für die USA in der Öffentlichkeit kaum zu rechtfertigen. Oder vielleicht doch ?
update:
inzwischen vom zdf depubliziert.
(Minute 6:23, keine Quellenangabe, obwohl die Quellenangabe wichtig ist. Sie ist den Autoren des Films bekannt. Sieht nach Kalkül aus. Quelle kann in genanntem Buch nachgelesen werden). Sieht so aus als sei die Quelle politisch unkorrekt. Auf wen wird hier Rücksicht genommen ?
Mittwoch, 2. April 2014
Sponsoren gesucht: Ausgrabung an der Absturzstelle und Nachweis von Sprengstoff
Sicher ist, dass staatliche Stellen diese Initiative missbilligen werden.
Denn staatliche Stellen haben seit 1936 alles Erdenkliche unternommen, damit historische und rechtlich relevante Unterlagen verschlossen bleiben.
Deshalb kann, wenn überhaupt, nur eine private Initiative weiterhelfen.
Vielleicht gelingt es in näherer Zukunft an der Absturzstelle Reste des abgestürzten Flugzeuges zu orten. Könnte mit der heutigen Technik Sprengstoff nachgewiesen werden ?
https://www.bmi.gv.at/magazinfiles/2005/11_12/files/sprengdetektion.pdf
Ein teures Unterfangen für das sich vielleicht Sponsoren finden lassen.
Hintergrund:
NEW YORK TIMES vom 27.3.1936, Freitag berichtete auf der Titel- und Seite 17 wie folgt über den Flugzeugabsturz bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe mit Ehefrau in Mexiko verstarb:
Amecameca, 26. März 1936
Heard engines miss fire
Observers in this little town of Amecameca, watched the giant air kiner falter as the pilots sought altitude to fly over the pass. Then they heard the engines miss fire (Fehlzündung kann einen Knall hervorrufen, aber auch eine kleine Bombe). A few minutes later, after the plane had circled the little mountain twice its pilot pointed toward Mexiko D.F, but slithered down among the rocky crap of the saddle bewtween the two volcanoes." Weiter S. 17: "The plane said a witness, of the accident, passed over the town of Amecameca flying low when it was between the volcanoes it apparently developed engine trouble, for it circled as if the pilot intended to return to the landing field. Suddenly the ship became enveloped in smoke and it crashed with great speed to the earth and burned completely." Aus dieser Berichterstattung vom 26.3. ergibt sich eindeutig ein Motorenproblem und Rauchentwicklung vor dem Absturz.
Die mexikanische Presse berichtete schon am 28 März, dass am 26 März die Motore vergraben wurden. Genau das ist aber verdächtig nachdem Augenzeugen am Absturztag berichtet haben, dass es Fehlzündungsgeräusche gab. Die Motoren hätten auf jeden Fall untersucht werden sollen. Sie wurden aber sofort beseitigt, obwohl es 14 Todesopfer zu beklagen gab. NYT Titel lautete: "14 Die in Worst Mexican Air Crash".
Das Interessante ist dass am 27.3.1936 Compañia Mexicana de Aviacion (Filiale von Panamerican) die Windstosstheorie in Umlauf brachte die in Deutschland verbreitet wurde. Die NYT Berichterstattung war aber die erste Berichterstattung. Diario de Yucatan und Excelsior sprachen von Windstoss oder ungeklärte Ursache. Kein Wort über Fehlzündung oder engine trouble. Compañia Mexicana de Aviacion liess sofort die Motoren beseitigen.
Hier das Flugzeugmodell im Flug mit guter Sicht der Motoren:
Flug
Bei dem abgestürzten Flugzeug handelte es sich um das Flugzeug "Mexico", das 1929 in Betrieb genommen worden war und von Charles Lindbergh geflogen worden ist. Hier die verunglückte Maschine selbst
Abbildung der Maschine
http://m.atwonline.com/blog/lindbergh-flies-mexicana-trimotor
Das Kennzeichen der “México” lautete damals M-SCAN, hatte noch eine Zeit lang die US amerikanische Registrierungsnummer 9661; später lautete das Kennzeichen X-ABCB. Als es von PAN AM Mexicana de Aviación ubergeben wurde (Januar 1929) erhielt es das Kennzeichen XA-BCO.
die Absturzstelle: Cerro Venacho (Hügel)
nach Auskunft des Nationalparks Izta Popo
sind die Koordenaten der als Zumpango bekannten Zone 19° 05' 30'' N und 98° 40' 38''W Die Koordenaten des Cerro Venacho, sind 19° 06' 49'' N y 98° 40' 21''W . Entfernung zum Vulkan Popocatépetl etwa 10 km SW. Mit google earth leicht zu finden.
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/14026
ebenso S. 37 ff.
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/16146?show=full
Kontaktaufnahme:
Alexander@vierprinzen.com
Denn staatliche Stellen haben seit 1936 alles Erdenkliche unternommen, damit historische und rechtlich relevante Unterlagen verschlossen bleiben.
Deshalb kann, wenn überhaupt, nur eine private Initiative weiterhelfen.
Vielleicht gelingt es in näherer Zukunft an der Absturzstelle Reste des abgestürzten Flugzeuges zu orten. Könnte mit der heutigen Technik Sprengstoff nachgewiesen werden ?
https://www.bmi.gv.at/magazinfiles/2005/11_12/files/sprengdetektion.pdf
Ein teures Unterfangen für das sich vielleicht Sponsoren finden lassen.
Hintergrund:
NEW YORK TIMES vom 27.3.1936, Freitag berichtete auf der Titel- und Seite 17 wie folgt über den Flugzeugabsturz bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe mit Ehefrau in Mexiko verstarb:
Amecameca, 26. März 1936
Heard engines miss fire
Observers in this little town of Amecameca, watched the giant air kiner falter as the pilots sought altitude to fly over the pass. Then they heard the engines miss fire (Fehlzündung kann einen Knall hervorrufen, aber auch eine kleine Bombe). A few minutes later, after the plane had circled the little mountain twice its pilot pointed toward Mexiko D.F, but slithered down among the rocky crap of the saddle bewtween the two volcanoes." Weiter S. 17: "The plane said a witness, of the accident, passed over the town of Amecameca flying low when it was between the volcanoes it apparently developed engine trouble, for it circled as if the pilot intended to return to the landing field. Suddenly the ship became enveloped in smoke and it crashed with great speed to the earth and burned completely." Aus dieser Berichterstattung vom 26.3. ergibt sich eindeutig ein Motorenproblem und Rauchentwicklung vor dem Absturz.
Die mexikanische Presse berichtete schon am 28 März, dass am 26 März die Motore vergraben wurden. Genau das ist aber verdächtig nachdem Augenzeugen am Absturztag berichtet haben, dass es Fehlzündungsgeräusche gab. Die Motoren hätten auf jeden Fall untersucht werden sollen. Sie wurden aber sofort beseitigt, obwohl es 14 Todesopfer zu beklagen gab. NYT Titel lautete: "14 Die in Worst Mexican Air Crash".
Das Interessante ist dass am 27.3.1936 Compañia Mexicana de Aviacion (Filiale von Panamerican) die Windstosstheorie in Umlauf brachte die in Deutschland verbreitet wurde. Die NYT Berichterstattung war aber die erste Berichterstattung. Diario de Yucatan und Excelsior sprachen von Windstoss oder ungeklärte Ursache. Kein Wort über Fehlzündung oder engine trouble. Compañia Mexicana de Aviacion liess sofort die Motoren beseitigen.
Hier das Flugzeugmodell im Flug mit guter Sicht der Motoren:
Flug
Bei dem abgestürzten Flugzeug handelte es sich um das Flugzeug "Mexico", das 1929 in Betrieb genommen worden war und von Charles Lindbergh geflogen worden ist. Hier die verunglückte Maschine selbst
Abbildung der Maschine
http://m.atwonline.com/blog/lindbergh-flies-mexicana-trimotor
Das Kennzeichen der “México” lautete damals M-SCAN, hatte noch eine Zeit lang die US amerikanische Registrierungsnummer 9661; später lautete das Kennzeichen X-ABCB. Als es von PAN AM Mexicana de Aviación ubergeben wurde (Januar 1929) erhielt es das Kennzeichen XA-BCO.
die Absturzstelle: Cerro Venacho (Hügel)
nach Auskunft des Nationalparks Izta Popo
sind die Koordenaten der als Zumpango bekannten Zone 19° 05' 30'' N und 98° 40' 38''W Die Koordenaten des Cerro Venacho, sind 19° 06' 49'' N y 98° 40' 21''W . Entfernung zum Vulkan Popocatépetl etwa 10 km SW. Mit google earth leicht zu finden.
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/14026
ebenso S. 37 ff.
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/16146?show=full
Kontaktaufnahme:
Alexander@vierprinzen.com
Dienstag, 25. März 2014
Nachbildung der Explosion des Flugzeugs in dem Fritz Todt flog
(aus dem Film Speer und Er)
Todt stürzte mit einer Maschine ab, die ihm Luftwaffenmarschall Hugo Sperrle zur Verfügung stellte; die ergebnislose Untersuchung des Unfalls leitete Milch. Göring erschien, nach Speers Zeugnis, verblüffend kurze Zeit nach dem Unfall bei Hitler und bemühte sich um die Übertragung von Todt Vollmachten auf sich (Speer Erinnerungen S. 221). Aus Geschichte der deuschen Kriegswirtschaft, Dietrich Eichholz, der Zusammenbruch der wirtschaftlichen Blitzkriegkomponente, S. 56, Fussnote 80
Details zum Absturz der Heinkel von Todt S. 114 von Blaine Taylor, Hitler`s Engineers: Fritz Todt and Albert Speer-Master Builder of the Third Reich
Parallelen zum Absturz der Trimotor am 26 März 1936 in Mexiko, bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe starb, sind unübersehbar. Innerhalb von 48 Stunden liess sich Göring die Absturzberichte aus Mexiko zukommen. Innerhalb einer verblüffend kurzen Zeit bat Wolrad, Bruder des letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg-Lippe, sich nunmehr Fürst nennen zu dürfen.
Details zum Absturz in Mexiko finden sich hier:
archivalia
Freitag, 21. März 2014
ECRA Madrid restauriert Gemälde von Carl Langhorst (Portrait Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe)
| Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe Gemälde von Carl Langhorst 1903 140 x 95 cm |
Carl Langhorst wurde 1867 in Rahden /Westfalen geboren. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule Hannover begab er sich nach München und studierte dort an der Kunstakademie unter Carl von Marr und Gabriel von Hackl. In der Folgezeit stieg er zum Hofmaler auf und war für die Höfe von Oldenburg, Mecklenburg, Sdachsen-Altenburg und Anhalt-Dessaau tätig. Zahlreiche Porträts entstanden im Verlaufe seines Lebens.
Am 16.11.1909 wurde ihm vom Großherzog der Titel „Professor“ verliehen.
Freitag, 28. Februar 2014
Larov Brandenburg wegen Gut Sewekow (Wittstock)
LAROV Brandenburg in der Magdeburger Strasse 51 in 14770 Brandenburg an der Havel bearbeitet einen Antrag gemäss EALG auf Gewährung von Ausgleichsleistungen (Bodenreform) und Feststellung der Berechtigung.. Gut Sewekow lag in Preussen. In Preussen gab es kein Fideikommiss der Familie Schaumburg-Lippe.
Das Larov bittet mich um Übersendung des Testamentes nach meiner im Dezember 2008 verstorbenen Mutter. Das Aktenzeichen beim Larov lautet:1/2-43750-102114.
Ich habe die Gelegenheit genutzt und darum gebeten, dass im Gegenzug Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe das Testament des letzten regierenden Fürsten Adolf dem Larov vorlegen soll. er soll auch das Findbuch der Archivalien in niedersächsischen Staatsarchiven vorlegen.
Mein Vorschlag hat keine Begeisterung hervorgerufen. Mir wurde gesagt, dass unser Antrag abgelehnt werden mangels Nachweises. Ich sagte, dann tun Sie bitte dasselbe bei meinem Vetter.
Kann mir kaum vorstellen, dass das Larov Alexander auffordern wird, das Testament Adolfs vorzulegen Wird das Larov das Findbuch in Adolfs Archivalien einsehen wollen, wird es Recherchen durchführen ? Wird es den Anspruch von Alexander bejahen, obwohl sein Grossvater nur Miterbe war, obwohl sein Grossvater nachweislich dem NS System Vorschub geleistet hat.
Das Amtsgericht Frankfurt Oder erliess Durchsuchungsanordnungen im Jahre 2007 in dieser Angelegenheit. Das Findbuch sollte in Bückeburg beschlagnahmt werden.
Lange her.
Das Larov bittet mich um Übersendung des Testamentes nach meiner im Dezember 2008 verstorbenen Mutter. Das Aktenzeichen beim Larov lautet:1/2-43750-102114.
Ich habe die Gelegenheit genutzt und darum gebeten, dass im Gegenzug Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe das Testament des letzten regierenden Fürsten Adolf dem Larov vorlegen soll. er soll auch das Findbuch der Archivalien in niedersächsischen Staatsarchiven vorlegen.
Mein Vorschlag hat keine Begeisterung hervorgerufen. Mir wurde gesagt, dass unser Antrag abgelehnt werden mangels Nachweises. Ich sagte, dann tun Sie bitte dasselbe bei meinem Vetter.
Kann mir kaum vorstellen, dass das Larov Alexander auffordern wird, das Testament Adolfs vorzulegen Wird das Larov das Findbuch in Adolfs Archivalien einsehen wollen, wird es Recherchen durchführen ? Wird es den Anspruch von Alexander bejahen, obwohl sein Grossvater nur Miterbe war, obwohl sein Grossvater nachweislich dem NS System Vorschub geleistet hat.
Das Amtsgericht Frankfurt Oder erliess Durchsuchungsanordnungen im Jahre 2007 in dieser Angelegenheit. Das Findbuch sollte in Bückeburg beschlagnahmt werden.
Lange her.
Montag, 3. Februar 2014
TV Schwerin: Recherche zum angeblichen Verkauf von Gut Boldebuck an Alexander Prinz zu Schaumburhg-Lippe
Sehr geehrter Herr vom Hofe,
der Mecklenburger Regionalsender TV:Schwerin möchte über den bevorstehenden Verkauf des Gutes Boldebuck an Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe berichten. Nach einer kurzen Recherche zum Thema stellte sich fest, dass Sie ein angesehener Experte in Sachen Schaumburg-Lippe sind. Von daher meine Frage: gibt es Einwände, Kritiken oder sonstige Probleme, die mit dem bevorstehenden Verkauf zusammenhängen?
Mit besten Grüßen aus Schwerin,
i,
TV:Schwerin
Hintergrund:
dpa berichtet allerdings ohne Namen
Bodengesellschaft verkauft "Filetstück": Gut Boldebuck bei Güstrow30.01.2014, 13:19 Uhr | dpa
Schwerin (dpa/mv) - Die bundeseigene Bodengesellschaft BVVG will in diesem Jahr mit dem Gut Boldebuck bei Güstrow das "Filetstück" unter den landwirtschaftlichen Flächen in in Mecklenburg-Vorpommern verkaufen. Der Pachtvertrag des Alteigentümers läuft im September aus, wie der Leiter der BVVG-Niederlassung Schwerin, Johann Jakob Nagel, am Donnerstag berichtete. Der Alteigentümer hatte das 615 Hektar große Gut unter der Auflage, einen Saatgutbetrieb weiterzuführen, mit einer Kaufoption gepachtet. Das Objekt sei ausgeschrieben, es gebe etliche Interessenten. Der jetzige Pächter habe das Vorkaufsrecht, er müsse allerdings das Höchstgebot der Ausschreibung akzeptieren.
Anmerkung
Angesichts der Recherche der TV Schwerin stellt sich die Frage, ob von einem Verkauf an ASL ausgegangen werden kann, oder ob ein Verkauf an ihn eine Möglichkeit ist.
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Interessante Informationen hier überall und in diesem Buch:
Dienstag, 7. Januar 2014
Fürstenfrage
Das war der letzte regierende Fürst zu Schaumburg-Lippe, Adolf. Er dankte 1918 ab. Seitdem gab es und gibt es keinen Fürsten zu Schaumburg-Lippe mehr.
Versuche den Fürstentitel wieder aufleben zu lassen, scheiterten.
Wieso versuchen seit 1936 die selbsternannten "Oberhäupter" eines nicht mehr existierenden "Hauses" einen Fürstentitel zu ergattern, den ihnen kein Staat, keine Hoheitsgewalt verleihen kann, weil Adel und Monarchie abgeschafft wurden ?
Weil der Fürstentitel Privilegien und rechtliche Vorteile verschaffen würde. Das BGB gälte für den Fürsten nicht mehr.
Das NS-engagment der "Fürsten" war deshalb bemerkenswert, weil die SS das Fideikommissauflösungsgesetz entwarf und dem zuverlässigsten "Oberhaupt" Alleinegentum am Besitz versprach. Das war ein Ansporn.
Es ging ihnen nicht um eine Frage der courtoisie die man nicht erzwingen kann. Es ging ihnen um die Durchsetzung eines Anspruchs.
Was steckt heute dahinter ? Wahrscheinlich der Kauf von Gut Boldebuck.
Sonntag, 5. Januar 2014
Österreichische Strafjustiz ahndet Falschangaben im Restitutionsverfahren
FAZ Der geschilderte österreichische Fall gleicht einem anderen bundesdeutschen Fall in frappierender Weise.
Der deutsche Fall an den ich unweigerlich denken muss, wird auf diesem blog gründlich dokumentiert und kann auch auf dem Dokumentenserver der FU Berlin nachgelesen werden.
Das dort vor drei Wochen abgelegte Buch mit dem Titel "Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr" beschreibt auf den S. 107 ff detailliert, wie es im ähnlich gelagerten Fall zur plötzlichen Einstellung des Ermittlungsverfahrens kam.
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/14026
Übel genommen wurde in Österreich, dass eine Tante (Miterbin) nicht erwähnt wurde.
In Deutschland wurde ebenfalls eine Verwandte (Cousine) übergangen, ein Testament unterschlagen, ein Erbschein verschwiegen, Grundakten wurden nicht hinzugezogen, Miterben nicht einbezogen. Findbücher die im Staatsarchiv Bückeburg sind, nicht beigezogen. Sie sollten beschlagnahmt werden.
Liegt der feine Unterschied vielleicht an den Akteuren ? Sieht ganz danach aus.
Jedenfalls hat es mit Kafka nichts zu tun.
rechtskräftig verurteilt wurde der Österreicher
Kontakt:
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com
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